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SPORTÄRZTEBUND NORDRHEIN
Mitglied der DGSP seit 1948
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Zum 80. Geburtstag von Dr. Dieter Schnell

Kaum zu glauben, aber wahr --- der ewig jugendliche Dieter wurde 80! 

1967 haben wir uns kennengelernt. Damals war Dieter noch Oberarzt in der Ophthalmologischen Universitätsklinik Köln. Wenn ich sein damaliges Erscheinungsbild mit dem heutigen vergleiche, lässt sich nur feststellen: Offenbar hat sich nichts geändert. Dieses Temperament, die Begeisterung beim Sprechen, alles ist so geblieben wie vor 51 Jahren. Mag sein, dass er etwas ruhiger geworden ist, der Vulkan nicht mehr ganz so heiße Lava spuckt, aber das kann nur der Nahestehende beurteilen.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich Dieter zu einem Urgestein der Sportmedizin entwickelt. Sportmedizin ohne Dieter Schnell kann man sich in Nordrhein gar nicht mehr vorstellen. Schuld daran ist nicht die persönliche Ausstrahlung, sondern die Durchführung von über 300 sportärztlichen Fort- und Weiterbildungskursen in der Sportschule Hennef, zusammen mit seinem Bruder Hans-Jürgen. Aber damit erschöpfte sich Dieters sportmedizinische Tätigkeit keineswegs. Im Sportärztebund Nordrhein wie auch im übergeordneten Deutschen Sportärztebund betätigte er sich jahrzehntelang an hervorragender Stelle. Manche der Regularien, die in dieser Zeit entstanden sind, gehen auf Dieter Schnell zurück oder erfuhren durch ihn Modulationen. Die deutsche Sportmedizin hat ihm viel  zu verdanken.

Besonderen Wert legt Dieter stets auf persönliche Freundschaft. Die unsrige hat nicht nur Jahrzehntelang gehalten, sondern ist immer weiter bereichert worden. Gleiches können andere von ihnen sagen, die mit Dieter befreundet sind. Seine Entschlossenheit, gerade in schwierigen Situationen mitzudenken und mit zu handeln, stempelt ihn zu einem wahren Freund. Wer seiner Freundschaft sicher ist, kann niemals alleine dastehen. Die Erfahrung durfte ich in manchen Lebenssituationen machen.

Als Ehrenpräsident des Weltverbandes für Sportmedizin und der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention sei es gestattet, Dir, lieber Dieter, im Namen der gesamten Sportmedizin herzlich zum Geburtstag zu gratulieren und Dir alles erdenklich Gute zu wünschen für das neue Lebensjahrzehnt. Deine Freunde werden immer an Deiner Seite stehen.

 

Univ.Prof. mult. Dr. med. Dr. h.c. mult. Wildor Hollmann


Sportmediziner Wildor Hollmann ist mit 93 Jahren einer der ältesten aktiven Professoren in Deutschland. Um sich selbst fit zu halten, trainiert er mindestens dreimal die Woche. Mit seiner Forschung hat sich der Kardiologe bereits in den 60er Jahren dafür eingesetzt, dass die Behandlung von Infarktpatienten grundlegenden verändert wird. Bis heute hält Hollmann Vorlesungen an der Deutschen Sporthochschule Köln und war als Internist 20 Jahre für die Deutsche Fußballnationalmannschaft tätig.



Laudatio zum 80. Geburtstag von Dr. Dieter Schnell

Der Mentor der Deutschen Sportophthalmologie - Dr. med. Dieter Schnell aus Ruppichteroth - feierte am 30.07.2018 seinen 80. Geburtstag. Aufgewachsen in Annweiler in der Pfalz studierte Dieter Schnell nach dem Abitur Medizin in München, wo er 1964 das ärztliche Staatsexamen ablegte und ein Jahr später zum Dr. med. promovierte. Parallel dazu erfolgte ein Kompakt-Sportstudium in München-Grünwald. Von 1967 bis 1974 war er in der Augenklinik der Universität in Köln tätig, anschließend ließ er sich in eigener Praxis als Augenarzt nieder und war Belegarzt am Kreiskrankenhaus Waldbröl. Neben seiner augenärztlichen Profession war und ist Dieter Schnell stets auch Sportler, Sport-Mediziner, Dozent, Autor und nicht zuletzt Familienvater.

Der Sport faszinierte ihn stets sehr und so wundert es nicht, dass er als erfolgreicher Turner, Trampolinspringer und Leichtathlet sich früh der Sportmedizin widmete. Seit 1964 ist er in der Sportmedizin des Landes Nordrhein tätig und leitet seit nun mehr als 50 Jahren (von 1967 bis heute) über 300 sportmedizinische Weiterbildungskurse in der Sportschule Hennef. Die Wochenendkurse in Hennef waren und sind nach wie vor bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die aus der gesamten Bundesrepublik und später aus ganz Deutschland anreisten, äußerst beliebt. Denn neben namhaften Referentinnen und Referenten, sportbegeisterten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Trainerinnen und Trainern, die aktuelles Wissen praxisnah vermitteln, kommt auch die eigene körperliche Aktivität nicht zu kurz. Die Atmosphäre der „Hennef-Kurse“ ist eben eine ganz besondere.

Dieter Schnell war auch betreuender Arzt der deutschen Olympiaauswahl bei den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexico City, 1972 in München und 1976 in Montreal. Von 1975 bis 2006 - also über 3 Jahrzehnte - war Dieter Schnell Vizepräsident des Deutschen Sportärztebundes, später Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), deren Weiterbildungsbeauftragter er nach wie vor ist. Seit 2006 ist er Ehrenmitglied des Präsidiums der DGSP. Für den Sportärztebund Nordrhein leitet er als Direktor die Akademie für Weiter- und Fortbildung seit ihrer Gründung im Jahre 2008.

Durch eigene experimentelle Untersuchungen entwickelte er sich zum Vater der ophthalmologischen Sportmedizin, deren Entwicklung er immer noch aktiv durch eigene Studien und leitende Verbandstätigkeit vorantreibt. Ende der 70er-Jahre entstanden erste Arbeiten zu „Kontaktlinsen bei Hochleistungssportlern". In den 80er-Jahren folgten Arbeiten zur „Bedeutung des Sehens bei sportlicher Betätigung", die auch heute noch zitiert werden. Zahlreiche weitere Publikationen und Vorträge sowie Filme zu Themen wie „Augenverletzungen im Sport", „Kontaktlinsen im Sport", „Sehorgan und Sport", „Sportbrille und gutes Sehen beim Schulsport" sowie die (vor allem auch von Sportlerinnen und Sportlern gern genutzte) Athleten-Broschüre „Das kann ins Auge gehen..." u. v. m. verweisen auf Dieter Schnells kreative Schaffenskraft. Noch im letzten Sommer untersuchte er mit seinem Ärzteteam beim Marathon in Mönchengladbach, ob und welche thermoregulatorischen Veränderungen durch das Kontaktlinsentragen im Wettkampf entstehen. Nicht wenige seiner Arbeiten - veröffentlicht in Fachbüchern und wissenschaftlichen Zeitschriften - fanden auch internationale Anerkennung.

Der renommierte Kontaktlinsenexperte, der auch im Ressort Kontaktlinsen des Berufsverbandes der Augenärzte Deutschlands e. V. (BVA) von Anfang an einer der wichtigsten und „eifrigsten" Vertreter aus den einzelnen Bundesländern war und ist, übernahm 2005 die Herausgeberschaft der Zeitschrift „Aktuelle Kontaktologie", die sich inzwischen als deutschsprachiges Fachmedium für augenärztliche Kontaktologen etabliert hat und heute zusätzlich das Thema Sportophthalmologie im Fokus hat.

1993 gründete Dieter Schnell das Ressort Sportophthalmologie im BVA und ist als Leiter wesentlicher Multiplikator in Sachen „Sehen und Sport". „Kult-Status" haben inzwischen die sportophthalmologischen/sinnesphysiologischen Wochenenden in Hennef erlangt, bei denen es den Brüdern Schnell stets gelingt, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur aktuelle sportmedizinische und sportwissenschaftliche Themen praxisnah zu vermitteln, sondern vor allem auch den „Spaß am eigenen Sporttreiben"; dies alles in einer herzlich-familiären, lockeren, stets aber auch zielgerichteten Atmosphäre. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass an den gemütlichen Hennef-Abenden auch die „künstlerische Ader“ von Dieter Schnell „aufblitzt“, mit Kostproben seiner Vorliebe für Komödie und Kabarett und natürlich frei vorgetragener Lyrik.

Sein Verdienst ist es auch, dass die Sportophthalmologie Einzug in die Weiterbildung zur Zusatzbezeichnung „Sportmedizin“ hielt und inzwischen auch in die Weiter- und Fortbildung in der Augenheilkunde.

Die Anerkennungen seiner Leistungen sind so zahlreich, nur einige davon seien hier erwähnt:

  • 1978: Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes
  • Ehrenmitgliedschaft der Landessportärzteverbände Rheinland-Pfalz und   Westfalen                                                           
  • 1995: Wissenschaftspreis (für Kontaktlinsenforschung) des BVA
  • 1999: Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 2006: Goldene Ehrennadel und Ehrenpräsidiums-Mitglied der DGSP 
  • 2007: Ehrennadel des Sportärztebundes Nordrhein
  • 2013: BVA-Verdienstmedaille             
  • 2013: ECLSO-Ehrenmitgliedschaft

Mit dem 80. Geburtstag bleibt nun sicher etwas mehr Zeit für seine Familie, für Freizeitaktivitäten und für die eigenen Hobbys, speziell für das Fahrradfahren. Doch wer Dieter Schnell kennt, weiß, dass seine Zeit auch weiterhin ausgefüllt sein wird mit sportophthalmologischen und sportmedizinischen Fragen ... - und vielem mehr!

Dr. rer. nat. Gernot Jendrusch

Dr. med. Norbert Bomholt


 

 

Unser Leitbild

 

Tradition verpflichtet – ein kurzer geschichtlicher Überblick.

Deutschland gilt als das Gründerland der organisierten Sportmedizin und blickt auf eine mehr als 100jährige Tradition zurück. 1912 wurde in Oberhof / Thüringen die erste sportärztliche Vereinigung der Neuzeit gegründet. Weitere Meilensteine dieser Entwicklung sind die Herausgabe der ersten sportmedizinischen Zeitung der Welt (1924) und die Mitbegründung des Weltverbandes für Sportmedizin im Jahre 1928 FIMS sowie die Definition für Sportmedizin aus dem Jahr 1977.

Der Sportärztebund Nordrhein (SÄB NR) ist ein gemeinnütziger eingetragener Verein und besteht seit 1948. Er ist der größte Landesverband des im Jahre 1950 gegründeten Deutschen Sportärztebundes, der heutigen Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP). Die DGSP ist ihrerseits eine der größten Organisationen für Ärztinnen und Ärzte in Deutschland und hat aktuell rund 8000 Mitglieder.

Entsprechend des Leitbildes der DGSP  sind wir DIE medizinische Gesellschaft für die Themen Gesundheit bei und durch körperliche Aktivität, Bewegung und Sport.

Bewegung ist Leben

Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen die positiven Aspekte von körperlicher Aktivität und die Reduktion von Inaktivität. Unser Ziel ist es daher, Bewegung und Sport als integralen Bestandteil der Gesundheitsförderung in Prävention, Rehabilitation und Therapie in der Gesellschaft und in den ergebenden Lebensräumen zu etablieren.

Der Mensch im Zentrum

In unserem sportmedizinischen Handeln orientieren wir uns an den Voraussetzungen, Bedürfnissen und Möglichkeit jedes Einzelnen. Wir unterstützen die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit in und durch Bewegung und Sport. Wir wenden uns dabei an Menschen jeden Alters, unabhängig von Gesundheitszustand und Leistungsfähigkeit. Wir sind den ethischen Normen der Medizin und des Sports verpflichtet. Doping ist verboten; es ist gesundheitsgefährdend. Wir lehnen jede Leistungsmanipulation ab und setzen uns für einen dopingfreien Sport ein.

Neben dem Leitbild orientieren wir unser sportärztliches Handeln am Ethikcode der FIMS.

Eine Besonderheit des SÄB NR ist sein besonders weites Angebot im Bereich der Fort- und Weiterbildung zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin für Ärztinnen und Ärzte. Bereits 2007 wurde die erste Akademie für sportmedizinische Weiter– und Fortbildung gegründet. Sämtliche Kurse zur Erlangung der Zusatzbezeichnung Sportmedizin können über den SÄB NR absolviert werden. 

 

Sportärztebund Nordrhein e.V.

Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
D - 50933 Köln
Telefon: 0221 - 49 37 85
Fax: 0221 - 49 32 07
Mail: info@sportaerztebund.de